Ein innovatives Datenprojekt von mafianeindanke zeigt, wie man valide Daten zu Mafia-Aktivitäten gewinnt: Mit “Mapping the Mafia” nutzt mafianeindanke Open Source Intelligence (OSINT), um wertvolle Einblicke in kriminelle Strukturen in Deutschland zu gewinnen. Das Potenzial des Projekts ist groß, eine Ausweitung des Datensatzes und praktische Anwendungsmöglichkeiten bieten sich an. “Mapping the Mafia” wurde durch das Programm 100xdigital der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert.
Die wichtigsten Erkenntnisse in der Zusammenfassung:
– Mapping the Mafia schafft neue, bisher noch nicht vorhandene Daten. Verurteilte Mafiosi werden namentlich genannt. Spezifische Vorgehensweisen von Vertreter*innen italienischer Mafia-Organisationen in Deutschland werden so erkennbar.
– Die quantitative Analyse in Infografiken macht Aktivitäten und Verbreitung von Mafia-Strukturen sichtbar.
– Die wirtschaftliche Durchdringung des heimischen Wirtschaftskontexts durch Mafia-Strukturen wird greifbarer, da in den Urteilen Unternehmensnamen und konkrete Akteur*innen genannt werden.
– Neue Betätigungsfelder in Deutschland werden sichtbar, etwa Aktivitäten im Mineralölhandel. Auch kriminelle Aktivitäten, die in Deutschland nicht als mafiöse Delikte untersucht werden wie etwa Umsatzsteuerbetrug, lassen sich unter Rekurs auf die gewonnen Informationen entsprechend kontextualisieren.

Ausgangslage: Die Mafia in Deutschland ist weitgehend unsichtbar.
In Italien sind vor vielen Jahren Mafia-Organisationen entstanden, die heute global aktiv sind. Trotz ihrer kriminellen und wirtschaftlichen Relevanz sind ihre Mitglieder wie auch Tätigkeiten nur unzureichend rückverfolgbar. Diesem Problem setzt “Mapping the Mafia” eine Lösung entgegen.
Die Camorra in Neapel, die Cosa Nostra auf Sizilien und die ‘ndrangheta in Kalabrien sind vor ungefähr zweihundert Jahren entstanden. Als Nachzügler kam in den 1980er Jahren die Sacra Corona Unita in Apulien hinzu. Vor allem die drei älteren Organisationen haben sich im Lauf der Jahrzehnte ausgedehnt, kompliziert zu durchdringende Strukturen aufgebaut, haben Dependancen im Ausland angelegt und sind heute weltweit aktiv und präsent, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie bilden eine große Gefahr für wirtschaftliche und politische Systeme außerhalb ihrer Herkunftsregionen, gerade auch wegen ihres großen Reichtums. Schätzungen und Berechnungen zum jährlichen Umsatz der Mafia-Organisationen unterscheiden sich zwar stark. Die genannten Zahlen sind indes allesamt immens. Sie reichen von 40 Milliarden Euro jährlichem Umsatz aller italienischen Mafia-Organisationen zusammen bis hin zu 220 Milliarden Jahresumsatz allein der ‘Ndrangheta.
Die Organisationen unterscheiden sich in ihrer Organisationsform, ihren Strukturen und Ritualen. Gemein ist ihnen allen aber eine Betätigung nicht nur im kriminellen Bereich, sondern auch in der legalen Wirtschaft. Je nach Länderkontext stehen diese Anteile in unterschiedlichem Verhältnis. Häufig vermengen sich die kriminelle und die nicht-kriminelle Sphäre; auch, wenn etwa Profite aus Straftaten über Umwege in wirtschaftliche Aktivitäten investiert werden. Dieses Charakteristikum macht die Verfolgung der italienischen Mafia-Organisationen schwieriger, da die Zuordnung von Akteur*innen im legalen Bereich zu einer kriminellen Organisation rechtlich komplex ist.
In vielen Ländern, darunter auch Deutschland, macht der Rechtsrahmen die Kriminalisierung derart auftretender krimineller Organisationen beinahe unmöglich, auch fehlt die nötige Sensibilisierung bei der Strafverfolgungsbehörden. Die Aufklärung solcher komplexer Strukturen ist zudem aufwändig und teuer. Der Fokus wird daher schnell auf auffälligere und einfacher strukturierte kriminelle Phänomene wie etwa die so genannte Clankriminalität gelegt. Spezifische Vorgehensweisen, die spezifische und unterschiedliche Gefahrenpotenziale mit sich bringen, bleiben unreflektiert.
Die juristische Behandlung von Mafia-Organisationen ist ebenfalls mangelhaft. So wurden mafiöse Verbindungen eines Verurteilten in einem Urteil eines deutschen Gerichts zum ersten Mal überhaupt im Jahr 2021 erwähnt. Und bis heute existiert nur eine geringe einstellige Zahl an deutschen Urteilen, die eine Strafe wegen Mitgliedschaft oder Unterstützung einer kriminellen Vereinigung im Kontext der italienischen Mafia-Organisationen bestrafen. Datenschutz ist in diesem Kontext eine weitere Schwierigkeit.
Es ergibt sich in der Folge ein Zirkelschluss: weniger Ermittlungsaktivitäten bedeutet weniger gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf das Thema und in der Folge weniger verfügbare Daten über unauffällig agierende kriminelle Organisationen. An diesem Punkt setzt das Projekt Mapping the Mafia von mafianeindanke an, indem es nach Wegen sucht, in einem rechtssicheren Rahmen Daten zu Aktivitäten der italienischen Organisierten Kriminalität in Deutschland zur Verfügung zu stellen.
Welche Bedarfe bestehen für das Projekt Mapping the Mafia von mafianeindanke?
– Politik: Es ist wichtig, den Entscheider*innen auf der politischen Ebene umfassende Informationen zur Verfügung zu stellen. Es ist unabdingbar, dafür auch auf Informationen jenseits der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) zugreifen zu können. Denn diese Statistik bildet letztlich allein erfolgreiche Polizeiarbeit ab. Da die Polizeiarbeit aber von dem gültigen Rechtsrahmen bedingt wird und dieser eine Mafiazugehörigkeit nicht definiert, entsteht eine Wahrnehmungslücke. Ein in Deutschland einst anvisierter regelmäßiger Periodischer Sicherheitsbericht, der diese Lücke füllen könnte, ist nach wie vor nicht in Sicht. Auch wissenschaftliche Forschung könnte Abhilfe schaffen; zum Thema italienische Organisierte Kriminalität gibt es allerdings so gut wie keine akademische Beschäftigung und wenn, dann erfolgt sie fast ausschließlich als eine Diskussion des Rechtsrahmens, nicht aber auf empirischer Ebene. Eine Aufklärung des Dunkelfeldes wird ergo nicht betrieben.
– Wirtschaft: Gerade kriminelle Organisationen wie die ‘Ndrangheta und andere komplex strukturierte Gruppen haben Wirtschaftsunternehmen als ein Hauptziel definiert. Den Organisationen stehen große Kapitalmengen zur Verfügung, die sie über wirtschaftliche Aktivitäten nutzbar machen wollen. Diese Aktivitäten gehen weit über Unternehmen im gastronomischen Bereich hinaus. Mit Blick auf eine Gefahrenabwehr für die Unternehmen in Deutschland ist es daher fahrlässig, keine Daten vorzuhalten.
Die ‘Ndrangheta hat bereits 1969 den Grundsatzbeschluss gefasst, die legale Wirtschaft für die Organisation nutzbar zu machen. Deutschland gilt heute als zweitwichtigstes Land für die ‘Ndrangheta nach Italien. In Verbindung mit hohen Kapitalmengen, die der Organisation zur Verfügung stehen, ergibt sich so ein besonderes Gefahrenpotenzial. Die Gefahr bezieht sich keineswegs nur auf den Gastro-Sektor. Auch der Finanzsektor, der Energiebereich, der Abfallbereich und in viele anderen Branchen sind in Gefahr, infiltriert zu werden. Nur wenn potenzielle Akteure identifiziert werden können, kann ein Eindringen von Vertreter*innen der Clans verhindert werden. Ein Blick auf die Complianceinstrumente von Finanzinstituten zeigen, dass die bisherigen Wege, Daten zu gewinnen, nicht ausreichend sind. Denn es gibt kaum investigative Berichterstattung über Mafiaaktivitäten in Deutschland und aus rechtlichen Gründen wird nicht identifizierend über die Akteur*innen berichtet. Somit werden auch keine Namen in Datenbanken der gängigen Compliance-Anbieter eingepflegt. Um die Instrumente zu schärfen, sind Risikoindikatoren (etwa Kombinationen von Namen, Herkunftsorten und charakteristischen Vorgehensweisen) nötig, die aus Daten gewonnen werden müssen. Mapping the Mafia weist hier einen Weg.
– Journalismus und Wissenschaft: Neben diesen Anwendungsbereichen können die gewonnen Informationen auch für Medien nutzbar gemacht werden und dort investigative Berichterstattung verbessern. Auch wissenschaftliche Studien sind, basierend auf dem Datenbestand von Mapping the Mafia, denkbar. Weitere Anwendungszwecke sind vorstellbar.
Das Vorgehen für Mapping the Mafia
Das Kassationsgericht in Rom, das oberste Gericht in Italien, trifft letztinstanzliche und damit rechtskräftige Entscheidungen. Für die Pilotphase von Mapping the Mafia wurden Urteile gesammelt, die zum Paragraphen 416bis gefällt wurden oder die die Begriffe „associazione mafiosa“ (deutsch: mafiöse Vereinigung) oder „Camorra“ oder „’Ndrangheta“ enthielten. Über eine öffentlich zugängliches Portal des Gerichts wurden die Urteile heruntergeladen. Die Schnittstelle stellt die Urteile nicht gebündelt zur Verfügung, jedes Urteil musste einzeln angeklickt und abgespeichert werden. Heruntergeladen wurden alle Urteile seit 2020, die in der Datenbank verfügbar waren. Urteile, die älter als fünf Jahre sind, sind nicht mehr zugänglich. Auf diese Art sind mehr als 7.000 Urteile gewonnen worden.
Die Urteile wurden anschließend in die Aleph-Instanz von mafianeindanke eingepflegt und dort analysiert.
Von Mafianeindanke wurde eine Liste mit rund 16.000 deutschen Ortsnamen und Gebietsbezeichnungen auf Deutsch und Italienisch erstellt. Mithilfe unseres Dienstleisters DARC wurde abgeglichen, ob diese Namen Erwähnung finden in den Urteilen. Eine automatisch erstellte Liste wurde daraufhin von einem Projektmitarbeiter mit Mafia-Expertise durchgesehen, um zahlreiche falsche Treffer zu tilgen.
Aus den Gerichtsurteilen entstand so eine Datenbank, die eine quantitative Analyse ermöglicht. Dafür nutzte mafianeindanke das Programm Microsoft Power BI, um Grafiken und Visualisierungen zu erstellen und aggregierte, anonymisierte Daten zu veröffentlichen. Die Kassationsgerichtsurteile sind das Kernelement des Datensatzes, der dem veröffentlichten Report zugrunde liegt. Der Report ist interaktiv, d.h. dass Nutzer*innen selbstständig von einem allgemeinen Überblick zu detaillierten Informationen gelangen können (z.B. durch das Zoomen auf der Landkarte oder das Anklicken von Elementen im Report selbst). Der Report ist hier zu finden:
Im Rahmen des Antimafia-Seminars 2025 am 15. November 2025 in Berlin wurden erste Ergebnisse des Pilotprojekts der Öffentlichkeit präsentiert.
Ergebnisse der Pilotphase
Dank einer Projektförderung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt DSEE im Rahmen des Programms 100xdigital konnte Mafianeindanke diese erste Pilotphase von Mapping the Mafia realisieren. Die dabei erzielten Ergebnisse sind ermutigend und belegen die Funktionsfähigkeit des Systems.
Knapp 500 Treffer in der Urteilsdatenbank
Der automatische Durchlauf erbrachte 715 Deutschlandbezüge in fast 500 Urteilen. Die Durchschau ergab, dass es sich dabei um 175 echte Treffer in 110 Urteilen handelt.
Fehlerhafte Treffer etwa waren:
– Personen mit deutschen Ortsnamen als Vor- oder Nachnamen, „Bonna“ und „Rosa“ beispielsweise
– deutsche Ortsnamen als technischer Begriff, „Celle“ oder „Colonia“ oder „Brand“
– Bezugnahme auf Grundsatzurteile deutscher Gerichte, etwa Berlin und Zwickau
– technische Fehlleistungen des Systems, zum Beispiel Francofonte (Ort in Sizilien) als Francoforte („Frankfurt“) erkannt, „da un“ als deutscher Ortsname „Daun“ gewertet
175 Bezüge zu Deutschland in 110 verschiedenen Urteilen
Von diesen 492 Urteilen sind 110 als relevant zu werten. Darin sind 175 Deutschlandbezüge enthalten.
Am häufigsten wird Germania genannt, Deutschland, nämlich 46 Mal. Gefolgt von Duisburg in Nordrhein-Westfalen (18) und dem baden-württembergischen Singen (11) sowie Colonia, Köln, mit 10 Nennungen. Das sind erwartbare Orte, wenn man sich mit Aktivitäten der italienischen Mafia in Deutschland befasst. Es gab aber auch überraschende Treffer wie Wadern im Saarland, Hilden (zwischen Solingen und Düsseldorf gelegen) und Wipperfürth, südöstlich von Köln.
Regionale und thematische Cluster
Bei der Analyse kristallisierten sich Cluster heraus, die hier beschrieben werden sollen:
Cluster Erfurt: mehrere Urteile benennen die Mitglieder der Erfurter Gruppe, zeigen internationale Kontakte auf, etwa Verbindungen nach Portugal und beschreiben Finanzflüsse und Investments der Mitglieder.
Cluster Operation Stige (2018): Der große internationale Polizeieinsatz gegen den Clan Farao-Marincola bildet sich auch über Kassationsgerichtsurteile ab. Neben Italien kam es auch in Deutschland im Januar 2018 zu Verhaftungen und Ermittlungen, in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die Hintergründe lassen sich zum Teil in Urteilen nachlesen.
Cluster Operation Crimine (2011), Helvetia, Rheinbrücke: Diese transnationalen Operationen der Strafverfolgungsbehörden beleuchteten internationale Ausgründungen der ”Ndrangheta im Süddeutschen und nordschweizerischen Raum. In den Urteilen ist nachzulesen, wo es Zellen im Ausland gab, wer Mitglied war und wie dies in Bezug auf die Mafia-Mitgliedschaft derer Mitglieder zu bewerten ist. Hier deutet sich eine Forschungsfrage an in Fortsetzung dieses Projekts, nämlich welchen Schwierigkeiten die italienische Justiz begegnet bei der Frage, ob Zellen im Ausland als mafiös zu beurteilen sind.
Cluster Sechsfach-Mord in Duisburg (2007): Am 15. August 2007 kam es zum Höhepunkt einer länger anhaltenden, gewaltsamen Konfrontation zwischen zwei Fraktionen der ‘Ndrangheta: auf der einen Seite der Clan Pelle-Vottari-Romeo, auf der anderen Seite die Nirta-Strangio. Vor dem Restaurant Da Bruno wurden sechs Mitglieder der Pelle-Vottari-Romeo ermordet. Für die ‘Ndrangheta ein einschneidendes Ereignis, was sich bis heute in den Urteilen des Kassationsgerichts zeigt.
Cluster Köln, Clan Rinzivillo: Der Clan aus Gela in Sizilien hatte einen ranghohen Vertreter in Köln, Ivano M., und mehrere Mitglieder. Urteile des Kassationsgerichtshofs nennen Mitglieder, Aktivitäten und beschreiben Details.
Verschiedenartige qualitative Erkenntnisse
– Der Drogenhandel bleibt ein wichtiges Feld, auch bei Verurteilungen mit Deutschlandbezug. Das bedeutet, die italienische Mafia organisiert IN Deutschland Drogendeals.
– Ständig wiederkehrend ist die Feststellung, dass italienische Mafiosi Geld aus dem Drogenhandel in Deutschland in gastronomische Betriebe investieren. Eine Quantifizierung der Investments ist leider auf Basis der Kassationsgerichtsurteile nicht möglich. Die Häufigkeit der Nennung weist aber auf ein Standardvorgehen der Clans hin.
– Es gibt einige Personen, die in Deutschland geboren, dann aber in Italien verurteilt werden wegen Straftaten im Mafia-Umfeld. Interessant wäre hier in wissenschaftlichen Analysen zu evaluieren, wo die kriminelle Karriere ihren Ausgang nahm, um kriminalitätsfördernde Faktoren in diesem Feld näher bestimmen zu können.
– Das Thema Frauen in der Mafia gewinnt insgesamt an Bedeutung, was sich auch im Datenbestand der Pilotphase von Mapping the Mafia zeigt. Mehrere Urteile belegen, dass sich in Deutschland geborene Frauen in Italien mit einer 416bis-Anklage auseinandersetzen müssen.
– Mehrere Urteile beschäftigen sich mit einem rechtlichen Vorgehen gegen ein Auslieferungsersuchen oder einen EU-Haftbefehl aus Deutschland. Dabei wird eine rechtliche Schwierigkeit beschrieben: Da in Deutschland die Mafia-Zugehörigkeit allein nur schwer als Straftatbestand gewertet werden kann, ist sie hier auch im Kontext von Auslieferungsersuchen nicht relevant.
– Die italienischen Urteile lassen sich auch als best practices lesen und können inspirierend auf den juristischen Umgang mit Mafia-Strukturen hierzulande wirken.
– Bislang nicht bekannte Deutschlandbezüge auch von Mafiosi, die in Italien leben, werden deutlich.
Ausblick: Wie geht es weiter?
Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass es möglich ist, valide Daten über Mafia-Aktivitäten in Deutschland aus OSINT-Quellen zu gewinnen und mittels einer Aleph-Instanz zu analysieren und aufzubereiten. Die gewonnenen Daten lassen sich unter Zuhilfenahme weiterer technischer Systeme wie etwa Microsoft Power BI weiterverarbeiten und beispielsweise visualisieren.
Wichtig ist nun eine stabile Finanzierung, um den Datenbestand auszuweiten.
- So sind viele tausend weitere Kassationsgerichtsurteile verfügbar, etwa zum Thema Drogenhandel.
- Außerdem ließen sich auch Akten von Ermittlungsverfahren auswerten, etwa in Italien halböffentliche Haftbefehle und Beschlagnahmeanordnungen.
- Eine Anknüpfung an bestehende Datenbanken wie das italienische Projekt “Mafie sotto casa” ist möglich.
Ein derart angereichertes Datensystem ist der ideale Ausgangspunkt für die Schaffung einer zivilgesellschaftlichen Beobachtungsstelle für Organisierte Kriminalität (BOK), eine Idee von mafianeindanke, die gemeinsam mit der Global Initiative against Transnational Organised Crime (GI-TOC) vorangetrieben wird.



