Zerschlagung eines kriminellen Netzwerkes, das auch in Deutschland Umsatzsteuerbetrug betrieb


Ein gutes Beispiel für internationale Kooperation zwischen der Polizei und Juristen auf europäischer Ebene hat es erlaubt, eine kriminelle Organisation zu zerschlagen, die systematisch Steuerhinterziehung betrieb und einen Schaden von mehr als 320 Millionen Euro in Deutschland, Österreich, Belgien, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen, Norwegen, Spanien, der Schweiz, Schweden und im Vereinigten Königreich verursachte. Über eine komplexe Infrastruktur aus (Holding-)Gesellschaften hat die kriminelle Gruppe Gelder wiederverwertet- auch aus illegalen Quellen.

Die Operation hat dank der entscheidenden Unterstützung von Europol und Eurojust am 19. Oktober 2016 zu 18 Verhaftungen (unter ihnen 14 nach europäischen Haftbefehlen), 3 Beschlagnahmungen, 38 Durchsuchungen,  10 Verhandlungen mit Zeugen und Angeklagten, mehreren eingefrorenen schweizerisschen Bankkonten und zur Beschlagnahmung von mehr als 570.000 Britischen Pfund geführt.

Die Operation wurde nur dank des Einsatzes und der gemeinsamen Bemühungen der verschiedenen nationalen Einrichtungen ermöglicht. Sie hat das ausgeklügelte und komplexe Wesen der Netzwerke aufgezeigt, mit denen die gefährlichen Gruppen der Organisierten Kriminalität agieren.
All das gemahnt an die Dringlichkeit des gemeinsamen Aktionsplans für den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität, den das Europäische Parlament vor kurzem gebilligt hat.