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Die Nummer 2 ist gefasst

Seit 1996 war Ernesto Fazzalari auf der Flucht, nun wurde der ehemalige ”ndrangheta-Boss unweit seines Heimatortes Taurianova in einem Haus im Aspromonte-Gebirge festgenommen. Fazzalari wurde von den Carabinieri im Schlaf überwältigt. Er war bewaffnet und in Begleitung einer Frau. Fazzalari war 1996 wegen Mordes, Drogenhandels, Waffenhandel und natürlich wegen der Mitgliedschaft in der Mafia verurteilt worden. Seine Begleiterin wurde ebenfalls verhaftet, sie wird sich nun wegen Fluchtbegünstigung vor Gericht verantworten müssen und auch wegen des illegalen Besitzes von Waffen, denn sie trug ebenfalls eine Pistole. Die Ermittler hoffen, aus den Spuren in der Behausung des ehemaligen Bosses sein Unterstützerumfeld genauer rekonstruieren zu können.

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Bitcoin

Virtuelle Währungen werden mehr und mehr als Gefahr wahrgenommen

Im Mai 2016 hat die Europäische Zentral Bank (EZB) nach mehrmonatigen Diskussionen bekannt gegeben, dass sie im Jahr 2018 keine 500€-Scheine mehr ausgeben wird (dies hat allerdings keinen Wertverlust der im Umlauf befindlichen Scheine zur Folge). Die Europäische Union versucht mit der Abschaffung des 500€ Scheins organisierten Banden ein bequemes Schmugglermittel zu nehmen. Allerdings gibt es heutzutage noch andere Methoden des illegalen Finanzflusses. Mit der Einführung virtueller Währungen (darunter ist mit Bitcoin eine der bekanntesten Währungen dieser Kategorie) haben kriminell organisierte Banden eine alternative Methode erhalten, illegal angehäuftes Kapital zu transferieren. Deutschland und Österreich wurden auf das Thema aufmerksam und leiteten eine Untersuchung ein, die sich mit der Verwendung virtueller Währungen im Bereich des organisierten Verbrechens beschäftigt. Das Projekt trägt den Namen „BitCrime“ und wird vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie mit einem Gesamtbetrag von 2,4 Mio. € finanziert.

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Antikorruptionsgipfel in London: Es braucht Taten, nicht Worte!

Für einen Tag wurde London zur Hauptstadt der Anti-Korruptions-Aktivitäten. Am 12. Mai 2016 trafen sich TeilnehmerInnen aus mehr als 40 Ländern zu einem Anti-Bestechungs-Gipfel in der Stadt. Die Spanne reichte von Regierungsbeauftragten über Referenten von NGOs und Vertretern der Privatwirtschaft. Vor allem vor dem Hintergrund der Enthüllungen durch die Panama Papers war die diesjährige Konferenz besonders relevant. Denn die Veröffentlichungen über die Aktivitäten des Steuerberatungsunternehmens Mossack Fonseca weisen auf eine Vielzahl von Steuerflucht und Steuerbetrug durch bedeutende Unternehmen hin und ließen die Bereitschaft in der Welt wachsen, etwas gegen das Organisierte Verbrechen und Korruption zu tun.

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Germany Laender Thueringen

Wie die armenische Mafia in Thüringen ihr Unwesen treibt

Dass Deutschland die Probleme mit der organisierten Kriminalität nicht in den Griff bekommt, wird immer wieder deutlich. Die neueste, besorgniserregende Episode hat sich in Thüringen zugetragen. Dort haben armenische Mafiagruppen sogar die Polizei ausspioniert. Die Clans überwachten nicht nur den Parkplatz des Landeskriminalamtes, sondern auch die Eingänge der abgeschirmten Behörde.

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Forschungsprojekt untersucht erstmals Korruption bei kleinen und mittleren Privatunternehmen

Bis Ende 2017 wird Mafia? Nein, Danke! e.V. Partner des EU-Projektes „The Private Corruption Barometer (PCB) – Drafting and piloting a model for a comparative business victimization survey on political corruption in the EU“ sein.  Zusammen mit dem Forscherteam von eCrime der Universität Trento, Italien, dem Zentrum für Demokratieforschung in Sofia, Bulgarien und der Universität Juan Carlos in Madrid, Spanien werden wir zur Entwicklung eines Indikators beitragen, der die Wahrnehmung von Korruption in kleinen Unternehmen erfassen soll.

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Am 24. April haben wir im Kino Babylon den Film “In un altro paese” vorgestellt

Nach der Vorführung des Films, der über die Geschichte der Cosa Nostra berichtet, ausgehend von den Anschlägen auf die Richter Falcone und Borsellino, hatten wir eine Diskussion mit unserer Ehrenvorsitzenden Laura Garavini, als Parlamentarin für den PD im italienischen Parlament und Mitglied der Antimafia-Kommission, und via Skype mit dem Regisseur Marco Turco.

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Die Europäische Direktive über die Beschlagnahme und Einziehung: Kann sie im Kampf gegen organisierte Kriminalität helfen?

Die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität stellt einen komplexen Prozess dar, der nicht nur die polizeiliche Verfolgung und Zerschlagung krimineller Vereinigungen beinhaltet, sondern auch sicherstellen muss, dass Gewinne aus kriminellen Handlungen dieser Organisationen beschlagnahmt werden. Der Genetzgeber muss dafür sorgen, dass es Kriminellen nicht möglich ist, über ihre illegalen Gewinne frei zu verfügen. Nichtsdestotrotz ist “Unschuldig bis zum Beweis der Schuld” eines der Grundprinzipien eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens, was nur in einigen europäischen Staaten und dort nur in einigen Fällen aufgehoben wurde (in Strafverfahren in denen die Beweislastumkehr gilt) und die Europäische Union hat ihre Mitglieder darüber hinaus auf eine gemeinsame Linie verpflichtet. Arbeiten an einer Direktive begannen 2012 und die Schlussfassung wurde 2014 vorgestellt (“Richtlinie 2014/42/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 3. April 2014 über die Sicherstellung und Einziehung von Tatwerkzeugen und Erträgen aus Straftaten in der Europäischen Union”). Dieses Dokument ergänzt das Vorgehen der Europäischen Union gegen die Organisierte Kriminalität in den nächsten Jahren.

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