Wer wir sind und was wir wollen

Wir wollen eine offene demokratische Gesellschaft
mit fairen Chancen für alle

mafianeindanke ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, in dem sich ehrenamtliche Aktivisten, unterstützt von Europäischen Freiwilligen gegen die Penetration der organisierten Kriminalität in unsere Wirtschaft und Gesellschaft engagieren und sich damit für eine offene, demokratische Gesellschaft mit fairen Chancen für alle einsetzen. 

MAFIANEINDANKE WILL

  • die Antimafia-Bewegung in Europa fördern und stärken
  • Eine europaweite Harmonisierung der Gesetze für einen verbesserten Kampf gegen die Organisierte Kriminalität
  • Sensibilisieren für die Gefahren durch die Präsenz (italienischer) Mafia-Gruppen in Deutschland
  • Beratung für alle interessierten Stellen anbieten
  • Die Erinnerung an die Opfer der Mafia-Verbrechen wach und lebendig halten

UNSERE ERFOLGE

mafianeindanke hat seit seiner Entstehung einige Verbesserungen angestoßen oder dazu beigetragen. Dazu gehören Erleichterungen bei der Beschlagnahme krimineller Vermögen, eine Anpassung des Paragraphen zur Bildung krimineller Organisationen an die Bedürfnisse der Strafverfolgung, die Arbeiten zur Einrichtung eines Ausstiegsprogramms für Betroffene von Clan-Kriminalität und eine verstärkte Verpflichtung von Notar*innen in Deutschland zur Bekämpfung von Geldwäsche. Hunderte von Veranstaltungen mit vielen tausend Teilnehmer*innen sowie eine intensive Medienarbeit haben die Beschäftigung mit dem Thema Mafia auf breiter Ebene gefördert.

UNSERE FORDERUNGEN UND VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE

mafianeindanke fordert ein kontinuierliches Vorgehen gegen mafiöse Organisationen in Deutschland. Dieses Vorgehen darf sich nicht an phasenweisen Sichtbarkeiten dieser Organisationen ausrichten, sondern muss aus einem Selbstverständnis heraus erfolgen, das die Menschen in Deutschland präventiv schützt. Diese Aufforderung richtet sich nicht allein an die Sicherheitskräfte; Organisierte Kriminalität zu bekämpfen ist eine Querschnittsaufgabe, die alle angeht.

Die Kraft mafiöser Organisationen liegt in ihren Herkunftsländern in der Einschüchterung. Außerhalb ihrer angestammten Territorien ist Kapital ihr Kraftgeber. Aus diesem Grund heraus wirkt mafianeindanke auf eine vollständige Transparenz im Finanzwesen hin. Kapitalströme müssen bis zu ihrem Ausgangspunkt nachverfolgt werden können. Simple und komplizierte Schutzkonstruktionen verhindern das heute. Die Bekämpfung von Geldwäsche muss in Deutschland endlich als ein zentraler Bestandteil der Strafverfolgung behandelt werden. Als allererster Schritt wäre die Zentralstelle zur Bekämpfung von Geldwäsche, die Financial Intelligence Unit, zu ertüchtigen. Viele weitere Maßnahmen müssen folgen, um den Zufluss kriminellen Kapitals nach Deutschland zu unterbinden.

mafianeindanke setzt sich dafür ein, dass auch in Deutschland Lehrstühle geschaffen werden, die sich verstärkt der Organisierten Kriminalität widmen, analog zu den vielen Beispielen an italienischen Universitäten. Die Forschung in Deutschland muss sich sehr viel stärker und dezidiert mit den Phänomenen der Organisierten Kriminalität auseinandersetzen; wir bevorzugen dafür einen interdisziplinären Ansatz, schließlich sehen wir die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität als eine Querschnittsaufgabe, als eine Aufgabe also, die sämtliche Gesellschaftsteile anbelangt. Dies geschieht aus der grundsätzlichen Überzeugung heraus, dass mehr Wissen über das Wirken der Organisierten Kriminalität geschaffen werden muss und die Mittel und Methoden, die zu ihrer Bekämpfung angewendet werden. Eine wissenschaftliche Reflektion dieses Vorgehens ist unerlässlich, auch um belastbare Kennzahlen zu erhalten über Erfolg und Misserfolg der Maßnahmen. Dazu gehört auch die Unterstützung der Forschenden vonseiten staatlicher Stellen, nicht nur finanzieller Natur, sondern auch mit dem zur Verfügung stellen von Daten.

mafianeindanke fordert einen Bundesanwalt für Organisierte Kriminalität analog des Generalbundesanwalts für Terrorismus. Wir sehen die Penetration unserer Gesellschaft und Wirtschaft durch Gruppen der organisierten Kriminalität als ebenso gefährlich für unsere Demokratie und Freiheit an.  Es ist zugleich wichtig, Ermittlungsstrukturen zu schaffen, die politisch unabhängig agieren. Als Beispiel kann die italienische Antimafia-Staatsanwaltschaft dienen, die wie alle Staatsanwaltschaften in Italien unter Selbstverwaltung steht. Ideal wäre also eine Bundesanwaltschaft für Organisierte Kriminalität mit untergeordneten Behörden in den Ländern, die in ihrer Gesamtheit ausdrücklich von politischen Weisungen freigestellt ist.

mafianeindanke setzt sich dafür ein, zusätzlich zu dem bereits bestehenden Zeugenschutzprogramm ein bundesweites Ausstiegs- und Dissoziierungsprogramm aufzubauen, das es Betroffenen ermöglicht, sich von Strukturen der Organisierten Kriminalität zu lösen, analog zu solchen Programmen für andere Klientele wie etwa Rechtsextreme.  

UNSER VORSTAND

Sandro Mattioli, Journalist und Autor, Vorsitzender

Carmen Romano, Bildungsreferentin, Stellvertretende Vorsitzende

Giulia Norberti, Financial Accountant, Stellvertretende Vorsitzende

Luigino Giustozzi, Koordinator, Schriftführer

Max Oliver Schmidt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc), Kassier

Laura Garavini, Senatorin und Gründerin von mafianeindanke, Ehrenvorsitzende des Vereins

Der gesamte Vorstand arbeitet ehrenamtlich. 


UNSERE TEAMS

TEAM BERLIN

In Berlin hat mafianeindanke nicht nur seinen rechtlichen Sitz , hier hat der Verein auch seinen Anfang genommen. Einige der Mitglieder des Vorstands sind hier aktiv, gemeinsam mit vielen jungen Studierenden, Berufstätigen und Experten für verschiedene Themengebiete, von Geldwäsche über Clan-Kriminalität bis hin zu Kommunikation und Wissenschaft. In Berlin veranstaltet der Verein eine Vielzahl von Veranstaltungen und auch die Freiwilligendienstleistenden von mafianeindanke sind hier tätig. Auch der Antimafia-Newsletter, das zentrale Organ des Vereins, wird hier erstellt, allerdings mithilfe von vielen Autorinnen und Autoren sowie Übersetzerinnen und Übersetzerinnen im ganzen Bundesgebiet sowie im Ausland.


TEAM BAYERN

Die bayerische Gruppe, die sich in München trifft, war die erste Kerngruppe, die sich fern der Zentrale gebildet hat. Zahlreiche Aktivist*innen mit verschiedenen beruflichen Hintergründen kommen hier zusammen: Lehrer*innen, Rentner*innen, Journalist*innen, Studierende, Berufstätige verschiedenen Alters. Einer der Schwerpunkte der Gruppe ist die Medienarbeit. Das Münchner Team stellt aber auch regelmäßig Veranstaltungen auf die Beine. Wie alle anderen Gruppen auch freut sich das Team Bayern über Interessierte.


TEAM NORDRHEIN-WESTFALEN

Das Kölner Kernteam ist im Moment das jüngste, sowohl was seinen Entstehungszeitpunkt als auch das Alter der Aktivistinnen betrifft, die es gegründet haben. Und genau aus diesem Grund ist es am enthusiastischsten und bereit, sich auf neue Aktivitäten und Initiativen einzulassen. Die jungen Studenten, die die Kölner Gruppe weiterführen, sind bereit, neue Interessenvertreter willkommen zu heißen, Veranstaltungen zu organisieren, Interviews zu führen und innovative Projekte zu starten.