Panama Papers: auch die Mafia ist dabei


Panama: Am dritten April haben die Journalisten der Organisation Icji erneut die Scheinwerfer auf das gerichtet, was NGOs und Experten bereits seit langem anprangern: Die Existenz einer sozialen Schicht von Mächtigen auf der ganzen Welt, die ihr Vermögen vor Steuern schützen, welche sie selbst eingeführt haben. Die von den Panama Papers ausgelöste Empörungswelle ist jedoch enorm. Islands Premier Gunnlaugsson musste zurücktreten und die Verwicklung des britischen Premierminister Cameron könnte Auswirkungen auf den Brexit haben.

Und wie könnte hier die Mafia fehlen? Tatsächlich ist auch sie beteiligt, denn die Dokumente haben ebenfalls die Offshore-Firmen der Cosa Nostra aufgedeckt, die ihren Sitz nicht in Panama, sondern auf den Seychellen, im berühmten Luxemburg, auf den Bahamas, in Nevada, Samoa und auf den Jungferninseln haben. Die Vorgehensweise ist dieselbe, Unternehmen, die mit Hilfe von Strohmännern gegründet wurden, anonyme Safes und natürlich Kontakt mit dem Rechtsdienstleistungsunternehmen Mossack.

Ist es noch verwunderlich wenn diese Mächtigen, auch wenn sie sich mit ihren Worten für den Kampf gegen die Geldwäsche einsetzen, noch kein effizientes System geschaffen haben um den Fluss illegaler Kapitalströme zu verhindern?