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18.5., Köln: Forschungsfeld Organisierte Kriminalität: kein Randthema, sondern unverzichtbar

18. May @ 17:30 19:00

Seit einigen Jahren ist die junge deutsch-italienische mafianeindanke-Gruppe für NRW äußerst aktiv und meldet sich nun mit einer Präsenzveranstaltung zu einem ihrer Kernthemen zurück – dem Stand der Forschung zur Organisierten Kriminalität an deutschen Universitäten. Erste Erkenntnisse zeigen, dass die akademische Auseinandersetzung mit Themen der Organisierten Kriminalität leider nicht mit deren Ausbreitung und Dynamik innerhalb der Bundesrepublik standhalten kann. Uns als Mitgliedern der Gruppe, die ursprünglich innerhalb eines Jahrgangs des Studiengangs Deutsch-Italienische Rechtswissenschaft zwischen der Uni Köln und der Uni Florenz entstanden ist, ist das in unserer Studienzeit besonders bewusst geworden.

In einer Veranstaltung an der Uni Köln diskutieren wir mit renommierten akademischen Experten den aktuellen Stand zur OK-Forschung in Deutschland. Vor dem Hintergrund, dass Gruppierungen der Organisierten Kriminalität wie die italienische Mafia in Deutschland einen ausgezeichneten Nährboden finden, möchten wir herausfinden, was die akademische Forschung benötigt, um damit Schritt halten zu können.

Im Folgenden finden Sie alle Informationen zu der Veranstaltung:

Titel: Forschungsfeld Organisierte Kriminalität: kein Randthema, sondern unverzichtbar

Location: Universität zu Köln, Universitätsstr. 24, 50931 Köln, Hörsaal XXV ( Lagebeschreibung ) 

Registrierung: nicht nötig, Eintritt frei (s.u.)

Sprache: deutsch

Inhalt

Deutschland ist ein für die Organisierte Kriminalität sehr attraktiver Standort, was Polizeiaktionen regelmäßig zeigen. Gleichzeitig besteht – mit Ausnahme der viel diskutierten sog. Clankriminalität – in der Bevölkerung Unklarheit darüber, in welchen Formen sich Organisierte Kriminalität äußert und wie es tatsächlich um sie steht. Tatsächlich unterscheiden sich kriminelle Organisationen sowohl in ihren Aktivitäten als auch in ihren inneren Strukturen auf bedeutende Weise. Diese Organisationen zu analysieren, ihre Gefährlichkeit zu beurteilen und Maßnahmen zu ihrer Eindämmung zu empfehlen, ist eine der Kernaufgaben der Forschung, die zwangsläufig in Deutschland und an seinen Universitäten stattfinden muss. Insbesondere in Deutschland ist das dringend nötig, da die Aussagekraft der behördlichen Veröffentlichungen wie zum Beispiel des BKA-Lageberichts aufgrund der schlechten Datenlage bestenfalls mittelprächtig ist. Gleichzeitig kann man beobachten, dass auch die akademische Forschung zur OK in Deutschland eher gering ist und sich die Zahl der Dissertationen zu diesem Thema im Lauf der letzten Jahre reduziert hat.

Zusammen mit unseren Gästen möchten wir herausfinden, welche Faktoren zu dieser Situation geführt haben. Des Weiteren werden wir diskutieren, welche Aufgaben die akademische Forschung im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität im deutschen Kontext erfüllen soll und welche Schritte unsere Experten für nötig erachten, um diesem Ziel näher zu kommen.

Unsere Gäste:

  • Prof. Dr. iur. Frank Neubacher ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Kriminologe und leitet das Institut für Kriminologie der Universität zu Köln. Im Laufe seiner akademischen Karriere hat er eine Vielzahl von Arbeiten zum Thema Kriminologie, Jugendkriminalität und -strafrecht sowie Organisierte Kriminalität veröffentlicht. Er war bereits Gast bei der ersten Veranstaltung der mafianeindanke-Gruppe Köln und hat uns im Zusammenhang damit auch ein Interview gegeben.
  • Prof. Dr. Klaus von Lampe ist Professor für Kriminologie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Hauptthemen seiner Forschung sind die strategische Kriminalanalyse, internationale Polizeikooperation, Kriminalprävention sowie empirische Erscheinungsformen „organisierter Kriminalität“ wie Zigarettenschmuggel, Drogenhandel und unterweltinterne Machtstrukturen. Im Jahr 2018 veröffentliche er zusammen mit Susanne Knickmeier von der kriminologischen Abteilung des Max-Planck-Instituts in Freiburg i.B. im Rahmen der Schriftenreihe „Sicherheit“ des Forschungsforums Öffentliche Sicherheit das Buch „Organisierte Kriminalität: Die aktuelle Forschung in Deutschland“, dessen Lektüre wir empfehlen.
  • Prof. Dr. Theresa Reinold ist Juniorprofessorin für globale und transnationale Kooperationsforschung an der Universität Duisburg-Essen.

Teilnahme an der Veranstaltung

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt, bei freiem Eintritt. Herr Prof. Dr. Klaus von Lampe wird per Zoom-Konferenz zugeschaltet sein. Eine generell virtuelle Teilnahme per Livestream wird leider nicht möglich sein wird. Die Möglichkeit einer Aufzeichnung per Video prüfen wir derzeit noch und halten Sie auf dem Laufenden dazu.

Eine Vorabregistrierung zur Teilnahme an der Veranstaltung ist nicht nötig. Die Teilnehmer*innen werden in der Reihenfolge ihres Erscheinens bis zur (unwahrscheinlichen) Erreichung der maximal zulässigen Kapazität eingelassen.

Für etwaige Fragen können Sie sich jederzeit an nrw[AT]mafianeindanke.de wenden. Wir freuen uns über rege Teilnahme!