Wie lässt sich die Kokainschwemme stoppen?

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Evidenzbasierte Drogenpolitik und soziale Maßnahmen zur Bekämpfung der Kokainschwemme in Deutschland und Europa waren die Themen einer von mafianeindanke organisierten Diskussionsrunde mit Experten von GI-TOC und EUDA am 14. Juli 2026. Die Aufzeichnung der englischsprachigen Veranstaltung können Sie sich nun ansehen.

Referent:innen:

  • Der globale Kokainmarkt: Daniel Brombacher von der Global Initiative against Transnational Organised Crime (GI-TOC)
  • Evidenzbasierte Drogenpolitik: Dr. John Collins von der Global Initiative against Transnational Organised Crime (GI-TOC)
  • Prävention und gesellschaftliche Maßnahmen: Joella Anupol, wissenschaftliche Analystin für Gesundheitsförderung und Kriminalprävention im Bereich „Gesundheit und gesellschaftliche Maßnahmen“ der Europäischen Drogenagentur (EUDA)

Deutschland – und Europa insgesamt – erleben derzeit eine Kokainschwemme: In unseren Häfen kommt immer mehr Kokain mit höherem Reinheitsgrad an, immer mehr Menschen benötigen medizinische Behandlung wegen kokainbedingter Probleme – und dabei handelt es sich nur um eine von vielen Substanzen auf den illegalen Märkten. Organisierte kriminelle Gruppen erzielen mit dem weltweiten Drogenhandel enorme Gewinne. Gleichzeitig dominieren regelmäßig große Kokainbeschlagnahmungen die Schlagzeilen unserer Nachrichten, zuletzt Berichte über 8 Tonnen in Wilhelmshaven im Juni. Doch dies scheint die Flut nicht aufzuhalten: Trotz Rekordbeschlagnahmen ist die Verfügbarkeit von Kokain in Europa nach wie vor auf einem historisch hohen Niveau. Was machen wir falsch? Wo müssen wir etwas ändern und neue Ansätze verfolgen? Welche Bereiche haben wir bisher vernachlässigt?

Wie der deutsche Bundesbeauftragte für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck, im März bei den Vereinten Nationen betonte, müssen wir unsere Strategie anpassen, um die Drogenwirtschaft wirksam zu bekämpfen: „Weder ein eindimensionaler Krieg gegen Drogen noch eine unregulierte Liberalisierung werden zum Erfolg führen. Repression allein kann ein Gesundheitsproblem nicht lösen.“

Diese Veranstaltung ist Teil der Antimafia-Stunden, einer regelmäßigen Online-Diskussionsreihe, die von der gemeinnützigen Organisation mafianeindanke e.V. organisiert wird. Um uns zu unterstützen, werden Sie Mitglied oder spenden Sie!