Theater als Erinnerungsmedium in der Schule. Workshop und Theatervorstellung für den Tag zum Gedenken an die Opfer der Mafia


Auch dieses Jahr feiert mafianeindanke wieder den Tag der Erinnerung (“Giornata della memoria”) und gedenkt der Opfer der Mafia. 

In diesem Jahr werden Schüler*innen Protagonisten des Ereignisses sein. Dank einer Kooperation zwischen mafianeindanke, der italienischen Botschaft in Berlin, die IGS “Leonardo da Vinci“ in Wolfsburg und dem Albert-Einstein-Gymnasium in Berlin, wird in der Aula Magna des Letzteren am 20. März ein Theaterstück über das Leben von Rita Atria von Schüler*innen der Leonardo-Da-Vinci-Schule in Wolfsburg unter der Leitung von Prof. Massimiliano Bresciani aufgeführt. Die Geschichte von Rita Atria wird über einen Dialog zwischen ihr und ihrer Mutter (Giovanna Cannova) wiedergegeben, von Live-Musik und deutschen Texten begleitet, die symbolisch für die Zeit des Geschehens stehen.

Eine der Klassen, die das Theaterstück besuchen wird, nimmt im Vorhinein an einem von uns organisierten propädeutischen Workshop teil. Der Workshop wird von Marta Tirabassi (Theater-Trainerin und Projektkoordinatorin), Dusan Desnica (MND-Volontär) und Luigino Giustozzi (Koordinator des Vereins) geleitet. Er soll die Schüler*innen dazu anregen, über pädagogische Übungen aus dem Theater, anders über das Thema Mafia und Widerstand gegen die Mafia nachzudenken, auf freie und partizipative Art über individuelle und kollektive Verantwortungen gegenüber mafiösen Kulturen und Logiken zu reflektieren.

Da die Spiele so einen direkten Zugang zum Thema eröffnen, können die Schüler*innen verstehen, wie kriminelle Verhaltensweisen entstehen und wie man sich ihnen gegenüber positionieren kann, und dabei auch ihr eigenes Alltagsverhalten kritisch hinterfragen, sowohl in der Familie als auch in ihrem Stadtviertel, um auch nach dem Workshop etwas für ihren Lebensweg mitnehmen zu können. 

Das von S.E. Botschafter Luigi Mattiolo nachdrücklich gewünschte Treffen am 20. März wird in Italienischer Sprache stattfinden und sieht eine Reflexionsraum vor, der ermöglichen soll, das Erlebte zu besprechen, solange es noch “heiß” ist, wobei wir versuchen, die Gespräche so zu moderieren, dass die Thematik des Theaterstücks inhaltlich noch vertieft werden kann. 

© mafianeindanke, 11. März 2020