Neues Hauptquartier für den BND: zumindest der deutsche Auslandsgeheimdienst hat sich in Berlin niedergelassen


Die strukturellen Arbeiten sind abgeschlossen und die ersten 400 Mitarbeiter der Abteilung „Internationaler Terrorismus und organisierte Kriminalität“ sind bereit, in die neue Zentrale des BND, Deutschlands Nachrichtendienst im Zentrum von Berlin (Chauseestraße) umzuziehen. Bald sollen weitere Mitarbeiter verlegt werden: In den neuen Büros sind rund 4.000 Agenten beschäftigt. Der ehemalige Hauptsitz war in Pullach bei München. Auf Wunsch der bayerischen Regierung bleiben 1.000 Geheimdienstmitarbeiter dort. Auch der provisorische Sitz in Berlin-Lichterfelde bleibt aktiv, wenn auch mit reduzierter Kapazität.

Der BND fungiert als Informationsdienst des Bundes und sammelt sensible Informationen über die Sicherheit des Landes. Zu den Hauptthemen gehören Terrorismus, organisierte Kriminalität, Drogenhandel, Geldwäsche und militärische Informationen. Der BND steht unter der Kontrolle eines Präsidenten, dessen Rolle Bruno Kahl seit 2016 inne hat.

Das neue riesige Gebäude erfüllt die höchsten Sicherheitsstandards. Der Umzug nach Berlin erfolgt schließlich nach jahrelangem Warten und Ausgaben von rund einer Milliarde Euro. Mit ihren 260.000 Quadratmetern ist die neue BND-Zentrale einer der größten Gebäudekomplexe in der Hauptstadt.

Der Umzug scheint durch Überlegungen zu einer wirksameren Zusammenarbeit motiviert zu sein, insbesondere angesichts der anwachsenden Gefahren durch Terrorismus und organisierter Kriminalität. Der Tagesspiegel berichtet über lakonische BND-Interna: „Höchste Priorität für uns ist, dass wir voll arbeitsfähig bleiben“. Die Verlegung nach Berlin wird die Koordinierung mit der Regierung erleichtern, um neue Bedrohungen für die nationale Sicherheit unverzüglich anzugehen.