EU verbietet Lokalnamen mit „Mafia“


Die spanische Restaurantkette „La Mafia se sienta a la mesa“ („Die Mafia sitzt zu Tisch“) muss sich nach einem EU-Beschluss umbenennen. Damit hat das für Markenschutz zuständige EU-Büro einer Beschwerde der italienischen Regierung stattgegeben. Rom hatte einen Image-Schaden für die italienische Küche befürchtet.

In den 38 Lokalen konnten die Gäste italienisches Essen umgeben von Bildern einiger Mafia-Bosse wie Vito Corleone und Lucky Luciano verspeisen. Neben dem dekorativen Mafia-Ambiente gehörten durch die Cosa Nostra inspirierte Menu-Namen sowie der Slogan „La Mafia crea empleo“ (Die Mafia schafft Arbeit) zum Marketingkonzept der Restaurantkette.

Die Präsidentin der Anti-Mafia-Kommission im italienischen Parlament, Rosy Bindi, unterstreicht die Wichtigkeit der EU-Entscheidung: „Mafiöse Organisationen sind eine klare Bedrohung für die ganze EU, weil sie nicht nur in Italien, sondern auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten präsent sind,  darunter Spanien.“

Damit positioniert sich die EU klar gegen die Bagatellisierung der Mafia und ihre stärkere Einflussnahme auf unsere Alltagskultur. Die spanische Restaurantkette weist die Vorwürfe zurück und will Einspruch gegen den EU-Beschluss einlegen, der hier nachzulesen ist.