Durchsuchungen in Thüringen und Berlin nach Festnahme mutmaßlicher Mafiosi in Erfurt


Am Abend des 11. Oktobers störte eine Gruppe von circa 20 Männern den Frieden der sonst ruhigen Erfurter Innenstadt, indem sie in ein Restaurant in der Michaelisstraße eindrangen. Der Restaurantbesitzer wurde bei diesem Vorfall verletzt, ebenso seine beiden Söhne. Die Polizei versucht nun die Motivlage dieses Angriffs zu ermitteln, aber die Aufklärung wird dadurch erschwert, dass einige der Opfer die Aussage verweigern. Die Faktenlage weißt jedenfalls darauf hin, dass es sich um eine geplante Aktion gegen den armenischen Restaurantbesitzer handelt, die in das Milieu des Organisierten Verbrechens verweißt. Man vermutet, dass es sich um Gruppen der Russisch-Armenischen Mafia handeln könnte, die in Thüringen, vor allem in Erfurt, tief verwurzelt sind, und deren internen Rivalitäten in letzter Zeit schon des Öfteren in den Blick der Polizei geraten sind. In Folge dieses Überfalls haben Einsatzkräfte eine Reihe von Durchsuchungen in Erfurt, Berlin und Zwickau durchgeführt, bei denen verschiedene Feuerwaffen, Schlagstöcke, Pfefferspray, Elektroschocker, sowie 29.000 Euro Bargeld und 50 Gramm Kokain sichergestellt wurden. Sechs Männer wurden verhaftet, unter ihnen ein Mitglied der kriminellen Rockerbande Hells Angels. Ebenso zwei Verdächtige die im Vorfeld durch den Drogenhandel mit Crystal Meth aufgefallen waren, das in der Tschechischen Republik hergestellt in Erfurt für den Verkauf bestimmt war. Kurz nach dem Vorfall hat die Staatsanwaltschaft in Gera, im Osten Thüringens, ihre Festnahme angeordnet.