Ist der Einzug aller 500-Euro-Noten ein Mittel gegen illegitime Finanzströme?


Der Vorschlag, 500­-Euro-­Scheine aus dem Zahlungsverkehr zu ziehen, taucht immer wieder in öffentlichen Debatten auf. Großbritannien – obwohl nicht Mitglied der Währungsunion – war 2010 das erste Land, das die Ausgabe der Scheine in Wechselstuben verbot. Nun fordert das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) die Europäische Zentralbank (EZB) auf, die 500­-Euro-­Scheine abzuschaffen, da sie ein nützliches Mittel für Kriminelle sind, Schwarzgeld zu schmuggeln. Auf der anderen Seite gibt es immer noch Länder wie Deutschland und die Niederlande, in denen die Bezahlung mit Bargeld weiterhin bevorzugt und der elektronischen Bezahlung skeptisch gegenüber gestanden wird. Was sind also die Hauptargumente für ein Verbot der lila Scheine?

Dubiose Geschäfte kosten Deutsche Bank viel Geld


Die vergangenen Jahre waren kein Zuckerschlecken für die Deutsche Bank, obwohl sie eines der leistungsstärksten und weltweit bekanntesten Geldinstitute ist. Im Mai 2015 schrieb das Manager Magazin, dass die Bank verdächtigt wird, russische Kunden bei Geldwäsche-Transaktionen geholfen zu haben. Die fragliche Summe beläuft sich auf 6 Millionen Dollar. Und als ob das allein nicht genügen würde, hielt man für wahrscheinlich, dass einige dieser Transaktionen für höhere russische Politiker erfolgten, die nach der Annexion der Krim mit Sanktionen belegt worden waren (die zuletzt bis zum ersten Trimester des Jahres 2016 verlängert wurden). Dabei ist diese Sache offenbar nur eine Spitze des Eisbergs von Problemen der Deutschen Bank.

Fachtag der Gewerkschaft der Polizei zur Organisierten Kriminalität mit mafianeindanke e.V.


Zwei Tage lang, am 12. und am 13. Oktober, beschäftigte sich eine von der Gewerkschaft der Polizei und mafianeindanke organisierte Konferenz in Berlin mit dem Kampf gegen die Organisierte Kriminalität. Etwa 80 Expertinnen und Experten von Polizei und Justiz sprachen dabei nicht nur über das kriminelle Geschehen in Deutschland, sondern auch über länderübergreifende Strukturen und vorherrschende Vorgehensweisen. Weitere Punkte waren der strukturelle Aufbau der italienischen Mafia, Geldwäsche, Korruption und die Finanzierung terroristischer Gruppen, die direkt mir den Aktivitäten krimineller Gruppen verbunden sind.