Ein starkes Zeichen ist nötig!


Heute vor zwanzig Jahren wurde in Italien ein Antimafia-Gesetz geschaffen, das die Beschlagnahme kriminellen Eigentums und die Wiederverwendung für soziale Zwecke ermöglichte. Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, selbst wenn es zu vereinzelten Missbräuchen des Gesetzes kommt: Gemeinnützige Einrichtungen wie etwa die Anti-Schutzgeld-Initiative Addiopizzo haben ihren Sitz dort, wo ehemals Gangster ihren Geschäften nachgingen – ein starkes Signal an die Gesellschaft. Und auf Ländereien, von denen die Mafiaorganisationen profitierten, wachsen heute Bio-Nahrungsmittel, die in schutzgeldfreien Lokalen verkocht werden bzw. in entsprechenden Läden verkauft. Deutschland hinkt dieser Gesetzgebung weit hinterher. Ein Neuköllner Lokal, das einer kriminellen Großfamilie weggenommen würde und fortan sozialen Zwecken dienen würde als Präzedenzfall – das wäre ein starkes Zeichen an die Menschen in Neukölln etwa. Es würde zeigen, dass das Land Berlin gewillt ist, sich den Clans dort mit aller Macht entgegenzustellen. Es ist an der Zeit für eine solche Geste!!! Herr Regierender Bürgermeister Michael Müller, Herr Innensenator Frank Henkel!

Die Mafia, Wirtschaft und Gesellschaft


Das ist der Titel der Konferenz, die am Dienstag, den 2. Februar an der Freien Universität von Berlin stattfand, gefördert von mafianeindanke und  in Zusammenarbeit mit dem Italienzentrum und dem Lektorat für Italienisch. Das Thema „Mafia, Wirtschaft und Gesellschaft“, zog viele Studierende, aber auch ProfessorInnen und Externe an, sodass die Aula bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Wie stark ist die Mafia in Bayern?


Bayern ist ein Bundesland, das sich gerne als Muster-Bundesland versteht: geordnete Verhältnisse, wirtschaftlich stark, traditionell und doch modern. Da passt es nicht unbedingt ins Bild, dass sich in Bayern schon seit Jahrzehnten die Mafia festgesetzt hat. Eine gut besuchte Podiumsdiskussion in München ging der Frage nach der Mafia in Bayern auf den Grund.

Fachtag der Gewerkschaft der Polizei zur Organisierten Kriminalität mit mafianeindanke e.V.


Zwei Tage lang, am 12. und am 13. Oktober, beschäftigte sich eine von der Gewerkschaft der Polizei und mafianeindanke organisierte Konferenz in Berlin mit dem Kampf gegen die Organisierte Kriminalität. Etwa 80 Expertinnen und Experten von Polizei und Justiz sprachen dabei nicht nur über das kriminelle Geschehen in Deutschland, sondern auch über länderübergreifende Strukturen und vorherrschende Vorgehensweisen. Weitere Punkte waren der strukturelle Aufbau der italienischen Mafia, Geldwäsche, Korruption und die Finanzierung terroristischer Gruppen, die direkt mir den Aktivitäten krimineller Gruppen verbunden sind.


Mutmaßliche Mafia-Brandstiftung in Hanau


Es ist schwierig in Deutschland Aussagen darüber zu treffen, was die Mafia-Clans hier eigentlich tun. Selbst teilweise aufwändige Ermittlungen ergeben nicht immer Hinweise auf konkrete Tätigkeiten – auch, weil die Mafiaorganisationen sehr gut darin sind, ihre Geschäfte abzuschirmen und zudem inzwischen kleinere Delikte mit höherem Entdeckungsrisiko weitgehend meiden. Allerdings nicht immer, wie die Brandstiftung an dem wunderschönen, oben noch intakt abgebildeten Lokal zeigt.

Die Mafia spricht Deutsch: Das Eindringen des organisierten Verbrechens in die bayerische (und deutsche) Gesellschaft


Ziel der Veranstaltung in München ist es, die Aktivitäten der Italienischen Mafia in Deutschland (und besonders in Bayern) zu verdeutlichen. Dabei soll es auch um Geldwäsche gehen.

Die Aktivitäten und Verhaltensweisen der Mafia-Organisationen in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Zwar beherrschen die italienischen Verbrechersyndikate immer noch ihre klassischen Gewerbe wie Drogen- und Waffenhandel und Prostitution. Doch längst sind sie auch in anderen Branchen aktiv, die hohe Profite versprechen.

CDU/CSU und SPD kündigen Verbesserungen im Kampf gegen die OK an – mögen Worten Taten folgen


„Die Bedrohung der inneren Sicherheit durch die organisierte Kriminalität nimmt zu. Die bisherigen Möglichkeiten reichen nicht aus, um die Aktivitäten der oft internationalen und auch hochtechnisierten Banden einzudämmen.“

So heißt es in einem Papier, dem Beschluss der Geschäftsführendenn Vorstände von CDU/CSU und SPD vom 16. April 2015.  Über dieses Dokument haben wir uns sehr gefreut, werden darin doch endlich lange schon vermisste Änderungen zumindest einmal angekündigt: das Recht der Vermögensabschöpfung soll vereinfacht werden, da Verbrechen sich oft auszahlten, selbst wenn die Täter verurteilt werden. Bei Vermögen unklarer Herkunft solle verfassungskonform eine Beweislastumkehr gelten. Das heißt, das Kriminelle gegebenenfalls belegen müssen, dass ihr Vermögen legal erworben worden war.