Europäische Woche für den Kampf gegen die organisierte Kriminalität in Brüssel


Die Europäische Kommission entwickelt sich zu einem wichtigen Akteur im Kampf gegen die Mafia und die organisierte Kriminalität in Europa. Direktiven aus Brüssel setzen wichtige Akzente gegen Geldwäsche, und auch das europäische Parlament bringt die Sache voran. So hat der CRIM-Ausschuss mit einem umfangreichen Abschlussbericht den Finger in verschiedene Wunden gelegt, die in Europa in Bezug auf die organisierte Kriminalität aufklaffen. Unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments widmete sich im November die „Europäische Woche für den Kampf gegen die organisierte Kriminalität“ dem Thema. Unsere Partnerorganisation Cultura Contro Camorra war unter den Organisatoren, Mafia? Nein, Danke! e.V. war mit mehreren Gästen vertreten. Hier nun ein ausführlicher Bericht über die Veranstaltungen.

Wie organisiert man erfolgreich die Antimafia-Arbeit?


Zwanzig Jahre besteht Libera, die italienische Antimafia-Organisation inzwischen – da kann man durchaus mal etwas verändern. Deswegen hat die Gruppe ein Projekt organisiert, das Anfang Dezember seinen Abschluss mit einem zweitägigen Workshop in Neapel fand. “Innovazione Libera” also Innovation Libera, soll die Grundlage für die Weiterentwicklung von “Libera Associazioni, Nomi e Numeri contro le mafie” legen. Die Leitfrage dabei war, wie man in Zukunft erfolgreich die Antimafia-Arbeit organisieren kann.

Wie stark ist die Mafia in Bayern?


Bayern ist ein Bundesland, das sich gerne als Muster-Bundesland versteht: geordnete Verhältnisse, wirtschaftlich stark, traditionell und doch modern. Da passt es nicht unbedingt ins Bild, dass sich in Bayern schon seit Jahrzehnten die Mafia festgesetzt hat. Eine gut besuchte Podiumsdiskussion in München ging der Frage nach der Mafia in Bayern auf den Grund.

Neue UN-Agenda 2030: UN will den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität stärken


Am vergangenen Freitag, dem 25.September 2015, kamen in New York mehr als 150 Staats- und Regierungschefs zusammen, um über die Nachfolger der Millenium-Entwicklungsziele zu beschließen. Die sogenannte Agenda 2030 bildet ein Art Fahrplan für die kommenden 15 Jahre: 17 Ziele sind darin genannt, die erreicht werden sollen. Erfreulicherweise ist auch der Kampf gegen die Organisierte Kriminalität darin festgeschrieben. Im Ziel 16 zu Frieden, Recht und Governance werden die Reduzierung illegaler Finanz- und Waffenströme,  die Rückführung unterschlagener Vermögenswerte und die Bekämpfung aller Formen der OK als Vorgabe genannt. Die Politologin Judith Vorrath von der Stiftung Wissenschaft und Politik hat eine Analyse dazu verfasst.

Die Mafia spricht Deutsch: Das Eindringen des organisierten Verbrechens in die bayerische (und deutsche) Gesellschaft


Ziel der Veranstaltung in München ist es, die Aktivitäten der Italienischen Mafia in Deutschland (und besonders in Bayern) zu verdeutlichen. Dabei soll es auch um Geldwäsche gehen.

Die Aktivitäten und Verhaltensweisen der Mafia-Organisationen in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Zwar beherrschen die italienischen Verbrechersyndikate immer noch ihre klassischen Gewerbe wie Drogen- und Waffenhandel und Prostitution. Doch längst sind sie auch in anderen Branchen aktiv, die hohe Profite versprechen.

Der Regisseur Fabio Mollo präsentiert seinen Film über die Omertà


Wie ist es, in einer Gegend zu leben, in der das Schweigen herrscht? Diese Frage hat Fabio Mollo beantwortet – auf seine Art, denn Fabio Mollo ist Regisseur. Geboren in Reggio Calabria,  Studium an der Filmhochschule in Rom, Autor eines Kurzfilmes, der auf vielen Festivals für Aufsehen sorgte. In einem beeindruckenden, dichten, poetischen und künstlerisch wertvollen Film erzählt er von der 17 Jahre alten Grazia, die das Schweigen bricht. Auf unsere Einladung hin diskutierte er im Anschluss an die Filmvorführung im Kino Babylon in Berlin-Mitte über sein Werk. Wie realitätsnah sein Film ist, zeigt auch das der erzwungene Verkauf von Haus und Ladenlokal von Grazias Vater in „Il Sud è niente“: die Geschichte hat ein wahres Vorbild. Auch Fabio Mollos Familie war gezwungen, ihr Haus zu verkaufen und umzuziehen.

Die ‚Ndrangheta im Norden. Der Fall von Buccinasco, erzählt von Nando Dalla Chiesa


Am 29. Januar 2015 veranstaltete Mafia? Nein Danke! e.V. und die italienische Buchhandlung in Berlin, Mondolibro, die zweite Präsentation mit Arbeiten des italienischen Soziologen Nando dalla Chiesa. Das vorgestellte Buch trägt den Titel Buccinasco. La ‚Ndrangheta al Nord „, Dalla Chiesa hat es gemeinsam mit Martina Panzarassa, Mitarbeiterin im Kurs für Soziologie der organisierten Kriminalität an der Universität von Mailand, geschrieben.

Die Festa della Legalità 2014 unter dem Titel „Gemeinsam das Gute tun“


Die Mafia ist nicht das, was man sich gemeinhin darunter vorstellt, Männer im schwarzen Anzug mit Sonnenbrillen und einer Pistole unter dem edlen Sakko. Nein, sie ist ein Abbild der Gesellschaft, allerdings in ihrer kriminellen Ausprägung. Sie besteht aus Verbrechern mit Blut an den Händen und Unternehmern mit scheinbar weißer Weste, aus Mächtigen und Mitläufern. Aus korrupten Politikern, Soldaten, Bankiers, Rechtsanwälten, Hausfrauen, Kleinganoven, sogar aus Spezialisten für Kapitalinvestments und Investoren für erneuerbare Energien. Sie agiert international, und sie passt sich schnell an wandelnde Gegebenheiten an.

Konferenz Tackling the illegal economy


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Am 6. und 7. Februar fand in Berlin unsere internationale Expertenkonferenz „Tackling the illegal economy“ im Rahmen des gleichnamigen europäischen Forschungsprojektes statt.

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Das Seminar hat die Beschlagnahme und andere rechtliche und technologische Mittel im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität zum Thema.

Legal Instruments and Technical Tools against Organized Crime

Confiscation Today and Tomorrow

6th – 7th February

Meeting room Atlantic at Hotel Pestana

Stülerstraße 6, 10787 Berlin

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