KURZNACHRICHTEN JULI 2016


  1. 1) Cybercrime BKA
  2. 2) Schweiz und Geldwäsche
  3. 3) Eine neue Organisation? Kronzeuge sagt, Cosa Nostra und ‚’ndrangheta vor Vereinigung
  4. 4) Polizei dezimiert Clan Muto 
  5. 5) Strafen für Anschlag auf Falcone
  6. 6) Mafia und Expo

Risikoindikatoren für Mafia-Infiltrationen als kommerzielle Dienstleistung


In welcher italienischen Provinz investieren die Mafiaclans am meisten? Welcher Sektor läuft die größte Gefahr, infiltriert zu werden? Oder welche Provinzen Italiens sind am stärksten von Autodiebstählen oder der Entwendung von Wohneigentum betroffen? Eine mailänder Uni-Ausgründung widmet sich diesen Fragen mit dem Ziel, die Ergebnisse kommerziell zu verwerten – als Schritt im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität, aber auch als nötige Dienstleistung für Unternehmen. 

OLAF – Rekordzahl abgeschlossener Untersuchungen in 2015


Im Jahr 2015 hat das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (auch bekannt unter der Bezeichnung OLAF, kurz für „Office de Lutte Anti-Fraude“) 304 Ermittlungsverfahren abgeschlossen, 364 Empfehlungen an die Mitgliedsstaaten und EU-Behörden gegeben und 219 neue Untersuchungen eingeleitet. Diese deutlich gestiegenen Zahlen sind auch Folge einer Umstrukturierung im Jahr 2012, die zu einer Effektivitätssteigerung des Amtes geführt hat. moncler outlet sale Innerhalb von vier Jahren konnte der Anteil der langwierigen Untersuchungen auf die Hälfte reduziert werden. Dabei ist anzumerken, dass sich die Arbeit des Amtes nicht nur auf Ermittlungen innerhalb Europas beschränkt, sondern grenzüberschreitend ist (wie zum Beispiel: Betrugsuntersuchungen in einem Umweltprojekt in Afrika oder in einem Fall von Umgehung von Antidumpingzöllen in Japan und Malaysia).

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2015 hat OLAF seinen Fokus auf den Kampf gegen illegalen Handel mit Tabakerzeugnissen gelegt und damit den Mitgliedsstaaten geholfen, 619 Millionen Zigaretten zu beschlagnahmen. Darüber hinaus hat sich das Amt in der Diskussion um eine Errichtung einer Europäischen Staatsanwaltschaft (European Public Prosecutor’s Office, kurz EPPO) klar für eine solche ausgesprochen, da OLAF in einer Europäischen Staatsanwaltschaft die Chance sieht, nfl jerseys cheap china

Interpol und UNODC wollen Zusammenarbeit stärken


Am 23. Mai 2016 wurde in Wien ein Abkommen zwischen Interpol und UNODC, United Nations Office on Drugs and Crime, das helfen soll, das transnationale Organisierte Verbrechen und Terrorismus zu bekämpfen. Bevor konkrete Schritte erfolgen, muss im November dieses Jahres die Interpol Generalversammlung dem Abkommen zustimmen. cheap ugg boots Sein Hauptziel ist es, einen Aktionsplan für sechs Bereiche aufzustellen: Terrorismus, illegaler Handel und Organisierte Kriminalität, Cybercrime, Meer- und Grenzsicherheit, Forensik und Strafjustiz sowie die Verbesserung der Leistung der bestehenden Institutionen.

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Interpol und UNODC arbeiten seit vielen Jahren zusammen. Ein Beispiel dafür ist die Operation Folsa aus dem Jahr 2015, bei der fast 170 Kilogramm Drogen aus Lateinamerika beschlagnahmt wurden, die nach Europa gehen sollten, Drogen mit einem Marktwert von 10 Millionen Euro. Mit dem Abkommen soll die Zusammenarbeit ausgebaut und effektiver werden.

Häftlinge werden zu Schauspielerinnen


Es ist kurz vor acht am vierten März.  Auf den nur spärlich beleuchteten Gängen der Mailänder Universität huschen einige Gestalten in Richtung Audimax. Sie sind die wenigen, die das Glück haben jetzt einem einzigartigen Event beiwohnen zu dürfen. Einige der Strafgefangenen des Frauengefängnisses von Vigevano werden heute Abend ein Stück aufführen. Ein Projekt, bei welchem jede von ihnen Momente ihrer Vergangenheit freilegt. Es handelt sich um Geschichten bei denen die Mafia eine klare Rolle spielt, zumal die Frauen alle aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit der organisierten Kriminalität verurteilt worden sind. Jede erzählt die Geschichte einer der anwesenden Genossinnen, das Publikum wird über die Identität der jeweils wahren Protagonistin im Dunkeln gelassen.

35 000 Menschen demonstrieren in Messina gegen die Mafia


Wer zum Gedenktag für die unschuldigen Opfer der Mafia reist, muss gute Nerven haben. Alljährlich zum 21. März, dem Frühlingsanfang, organisiert die italienische Antimafia-Organisation Libera die Veranstaltung, bei der Angehörige von Mafia-Opfern zusammenkommen und Unterstützung erfahren. Libera, eine Partnerorganisation von Mafia? Nein, Danke! e.V., entstand ursprünglich als Dachorganisation und Interessenvertretung für Kooperativen, die in Italien auf von der Mafia beschlagnahmten Grundstücken arbeiten; der Verein hat mit einer gewaltigen Unterschriftensammlung das zugrundeliegende Gesetz zur Beschlagnahme erst auf den Weg gebracht. Heute baut Libera International ein weltumspannendes Netz aus Antimafia- und anderen Organisationen auf, die sich gegen die Organisierte Kriminalität stellen. Und so waren auch Gruppen aus Mexiko, Bolivien, Tunesien und Argentinien bei der diesjährigen Gedenkveranstaltung vertreten.

Gemeinsam schaffen wir es!


In Baden-Württemberg haben sich schon vor vielen Jahren eine Vielzahl von verschiedener Mafia-Clans niedergelassen: im Norden bildet Mannheim einen Schwerpunkt, im Süden das Bodenseegebiet, im Zentrum die Metropolregion um Stuttgart, aber auch die übrigen Gebiete sind leider nicht mafiafrei. Längst haben sich die Gruppen festgesetzt, verwurzelt. Immer wieder kam es neben Drogenhandel auch zu schwerwiegenden Kapitaldelikten wie Morden und Mordversuchen im „Ländle“.

Ist der Einzug aller 500-Euro-Noten ein Mittel gegen illegitime Finanzströme?


Der Vorschlag, 500­-Euro-­Scheine aus dem Zahlungsverkehr zu ziehen, taucht immer wieder in öffentlichen Debatten auf. Großbritannien – obwohl nicht Mitglied der Währungsunion – war 2010 das erste Land, das die Ausgabe der Scheine in Wechselstuben verbot. Nun fordert das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) die Europäische Zentralbank (EZB) auf, die 500­-Euro-­Scheine abzuschaffen, da sie ein nützliches Mittel für Kriminelle sind, Schwarzgeld zu schmuggeln. Auf der anderen Seite gibt es immer noch Länder wie Deutschland und die Niederlande, in denen die Bezahlung mit Bargeld weiterhin bevorzugt und der elektronischen Bezahlung skeptisch gegenüber gestanden wird. Was sind also die Hauptargumente für ein Verbot der lila Scheine?