mafianeindanke als Partner bei Seminar an der Universität München mit Nando dalla Chiesa


Anlässlich seines Aufenthaltes in Deutschland für ein von mafianeindanke e.V. organisiertes Seminar an der Humboldt Universität war Prof. Nando dalla Chiesa am  26. Januar auch in München, wo er einen Vortrag über die Darstellung der Mafia im Kino gehalten hat. Dalla Chiesa ging in seinem Vortrag auf prominente Filme wie „Der Pate“ ein, aber auch auf in Deutschland weniger bekannte Werke wie etwa „Die Mafia mordet nur im Sommer“.

Vorstellung „Tutti gli Uomini del Generale“


In der überaus gut besuchten Buchhandlung Mondolibro hat die italienische Schriftstellerin Fabiola Paterniti am Mittwoch, den 10. Februar ihr neues Buch „Tutti gli Uomini del Generale“ (alle Männer des Generals) vorgestellt. In Begleitung von dem Professor Nando dalla Chiesa, dem sehr viel an diesem Buch liegt, hat sie von ihren Beweggründen und der Einzigartigkeit des Buches erzählt.

Dubiose Geschäfte kosten Deutsche Bank viel Geld


Die vergangenen Jahre waren kein Zuckerschlecken für die Deutsche Bank, obwohl sie eines der leistungsstärksten und weltweit bekanntesten Geldinstitute ist. Im Mai 2015 schrieb das Manager Magazin, dass die Bank verdächtigt wird, russische Kunden bei Geldwäsche-Transaktionen geholfen zu haben. Die fragliche Summe beläuft sich auf 6 Millionen Dollar. Und als ob das allein nicht genügen würde, hielt man für wahrscheinlich, dass einige dieser Transaktionen für höhere russische Politiker erfolgten, die nach der Annexion der Krim mit Sanktionen belegt worden waren (die zuletzt bis zum ersten Trimester des Jahres 2016 verlängert wurden). Dabei ist diese Sache offenbar nur eine Spitze des Eisbergs von Problemen der Deutschen Bank.

Europäische Woche für den Kampf gegen die organisierte Kriminalität in Brüssel


Die Europäische Kommission entwickelt sich zu einem wichtigen Akteur im Kampf gegen die Mafia und die organisierte Kriminalität in Europa. Direktiven aus Brüssel setzen wichtige Akzente gegen Geldwäsche, und auch das europäische Parlament bringt die Sache voran. So hat der CRIM-Ausschuss mit einem umfangreichen Abschlussbericht den Finger in verschiedene Wunden gelegt, die in Europa in Bezug auf die organisierte Kriminalität aufklaffen. Unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments widmete sich im November die „Europäische Woche für den Kampf gegen die organisierte Kriminalität“ dem Thema. Unsere Partnerorganisation Cultura Contro Camorra war unter den Organisatoren, Mafia? Nein, Danke! e.V. war mit mehreren Gästen vertreten. Hier nun ein ausführlicher Bericht über die Veranstaltungen.

EU will verstärkt gegen Umsatzsteuerbetrug vorgehen


Die Europäische Kommission will künftig sogenannte Umsatzsteuerkarusselle stärker bekämpfen. Bekannt geworden wurde die Masche vor allem in Verbindung mit dem Handel von CO2-Emissionszertifikaten (diese sind inzwischen nicht mehr umsatzsteuerpflichtig, so dass diese Masche eingedämmt werden konnte). Praktiziert wird diese Betrugsmethode allerdings auch mit Handyteilen, Telefonkapazitäten, Rohstoffen und anderen materiellen und immateriellen Produkten. Dabei erstatten die Finanzämter Umsatzsteuer zurück, die in Wirklichkeit gar nicht gezahlt worden ist. Bezogen auf die EU geht man hier von einem Schaden von mehreren Milliarden Euro(! ) aus.

Wie organisiert man erfolgreich die Antimafia-Arbeit?


Zwanzig Jahre besteht Libera, die italienische Antimafia-Organisation inzwischen – da kann man durchaus mal etwas verändern. Deswegen hat die Gruppe ein Projekt organisiert, das Anfang Dezember seinen Abschluss mit einem zweitägigen Workshop in Neapel fand. “Innovazione Libera” also Innovation Libera, soll die Grundlage für die Weiterentwicklung von “Libera Associazioni, Nomi e Numeri contro le mafie” legen. Die Leitfrage dabei war, wie man in Zukunft erfolgreich die Antimafia-Arbeit organisieren kann.

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr!


Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter uns und wir freuen uns auf die hoffentlich erholsamen Tage zwischen den Jahren. Ihnen wünschen wir ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest, dass alle Erkältungen und Grippewellen einen weiten Bogen um Sie machen und einen guten Rutsch in ein hoffentlich erfolgreiches und freudvolles 2016!

Blicken wir auf das vergangene Jahr zurück, sehen wir viel Licht, aber leider auch viel Schatten. Es gab erfreulicherweise einige Festnahmen von Mafiamitgliedern in Deutschland, zugleich wurden die meisten von ihnen wieder freigelassen, weil ihre Taten verjährt waren. Auch in der Schweiz kam es zu Festnahmen, aber auch hier sind die Gesetze ungenügend, um der Mafia wirksam zu begegnen. Es gab den gemeinsamen Beschluss von CDU und SPD, die Geldwäsche endlich wirksamer zu bekämpfen, doch auf konkrete Schritte warten wir weiterhin. Banken geraten nach einer Vielzahl von Ermittlungen und Skandalen stärker unter Beobachtung, doch eine wirksame Kontrolle von Kapitalflüssen dubioser Herkunft ist noch in ganz weiter Ferne. In Italien gab es zwar spektakuläre Erfolge gegen verschiedene Clans und Beschlagnahmen in Milliardenhöhe. Dennoch bleibt es eine Herkulesaufgabe, die Mafia in die Knie zu zwingen; auch weil die Clans weiterhin Milliardenprofite aus dem Kokaingeschäft ziehen. Es bleibt also noch viel zu tun, auch für uns.

Wir haben uns für das kommende Jahr einiges vorgenommen. Wir werden uns als Partner in einem europaweiten Forschungsprojekt der Korruption in kleinen und mittleren Unternehmen widmen, einem Bereich, der in der öffentlichen Wahrnehmung bisher gar nicht vorkommt. Außerdem werden wir diesen Newsletter als Informationsquelle weiter ausbauen, um Sie auf dem Laufenden zu halten. Natürlich organisieren wir weiterhin Informationsveranstaltungen und kulturelle Events. Und wir wollen neue Finanzierungsquellen erschließen, um unsere Arbeit auf stabile Beine stellen zu können. Drücken Sie uns die Daumen!

Die Antimafia-Karawane machte Halt in Berlin


Die Carovana Internazionale Antimafie ist, so ihre Selbstbeschreibung, eine “große reisende Werkstatt, national und international, die das Territorium sozial animiert”. Am Abend des 15 Oktober kam diese Werkstatt nach Berlin, direkt aus Mulhouse, wo sie zuvor Halt gemacht hatte – etwas müde, aber zufrieden mit dem bisher Geleisteten.