Neue Bestell-Runde Zitrusfrüchte – Kooperative „Albero del Paradiso“


Uns erreichte ein Aufruf, den wir gerne weitergeben:
Hallo zusammen!

Vor der Sommerpause gibt es noch einmal die Gelegenheit Orangen, Nüsse, Pasta, Olivenöl und andere Produkte der Kooperative „Albero del Paradiso“ aus Sizilien zu bestellen — für eine geplante Lieferung in den Weltraum (Ratiborstr. 4 in Kreuzberg) um den 1. Juni herum.

Die Saison der Zitrusfrüchte neigt sich dem Ende, wie ihr an dem relativ schmalen Angebot erkennen könnt. Neu auf der Liste sind dafür diverse Pistazienprodukte der frisch gegründeten Genossenschaft von diversen Erzeuger*innen in Bronte. Mehr dazu unter http://www.pistaciaetna.bio (auf Italienisch und Englisch; die Sprachversion auf Deutsche folgt).

Ein starkes Zeichen ist nötig!


Heute vor zwanzig Jahren wurde in Italien ein Antimafia-Gesetz geschaffen, das die Beschlagnahme kriminellen Eigentums und die Wiederverwendung für soziale Zwecke ermöglichte. Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, selbst wenn es zu vereinzelten Missbräuchen des Gesetzes kommt: Gemeinnützige Einrichtungen wie etwa die Anti-Schutzgeld-Initiative Addiopizzo haben ihren Sitz dort, wo ehemals Gangster ihren Geschäften nachgingen – ein starkes Signal an die Gesellschaft. Und auf Ländereien, von denen die Mafiaorganisationen profitierten, wachsen heute Bio-Nahrungsmittel, die in schutzgeldfreien Lokalen verkocht werden bzw. in entsprechenden Läden verkauft. Deutschland hinkt dieser Gesetzgebung weit hinterher. Ein Neuköllner Lokal, das einer kriminellen Großfamilie weggenommen würde und fortan sozialen Zwecken dienen würde als Präzedenzfall – das wäre ein starkes Zeichen an die Menschen in Neukölln etwa. Es würde zeigen, dass das Land Berlin gewillt ist, sich den Clans dort mit aller Macht entgegenzustellen. Es ist an der Zeit für eine solche Geste!!! Herr Regierender Bürgermeister Michael Müller, Herr Innensenator Frank Henkel!

Ist der Einzug aller 500-Euro-Noten ein Mittel gegen illegitime Finanzströme?


Der Vorschlag, 500­-Euro-­Scheine aus dem Zahlungsverkehr zu ziehen, taucht immer wieder in öffentlichen Debatten auf. Großbritannien – obwohl nicht Mitglied der Währungsunion – war 2010 das erste Land, das die Ausgabe der Scheine in Wechselstuben verbot. Nun fordert das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) die Europäische Zentralbank (EZB) auf, die 500­-Euro-­Scheine abzuschaffen, da sie ein nützliches Mittel für Kriminelle sind, Schwarzgeld zu schmuggeln. Auf der anderen Seite gibt es immer noch Länder wie Deutschland und die Niederlande, in denen die Bezahlung mit Bargeld weiterhin bevorzugt und der elektronischen Bezahlung skeptisch gegenüber gestanden wird. Was sind also die Hauptargumente für ein Verbot der lila Scheine?

Korruption in Deutschland – lange unterschätzt


Jedes Jahr veröffentlicht Transparency International seinen Korruptionswahrnehmungsindex CPI. Darin schätzt die Organisation auf der Basis von Expertengesprächen, wie stark einzelne Länder von Korruption betroffen sind. Transparency International wurde 1193 in Berlin gegründet, ist inzwischen aber weltweit tätig. Deutschland landet für das Jahr 2015 auf dem zehnten Platz der Statistik. Transparency International hat für das Land eine Verbesserung erkannt, dementsprechend ist Deutschland im Ranking im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze gestiegen. Doch der Blick auf die Statistik täuscht: Deutschland muss in Sachen Korruptionsbekämpfung noch viel tun.

„Bestechung wird jetzt ganz anders wahrgenommen“


Korruption rückte in den vergangenen Jahren verstärkt ins Rampenlicht und ist auch für die Forschung ein Thema. Ein großes Verbundprojekt mit dem Titel Risikomanagement der Korruption stellt wichtige Fragen zu dem komplexen Thema. Mehrere Universitäten sind daran beteiligt. Wir sprachen mit Dr. Stephan Thiel von der Arbeitsgruppe der Universität Halle.

Korruption hat Konjunktur


“Korruption hat Konjunktur” hieß es schon vor mehr als zehn Jahren. Heute gehen Schätzungen von einem volkswirtschaftlichen Schaden in Deutschland alleine von bis zu 250 Mrd. Euro aus. Aber nicht nur Deutschland werden große Nachteile aus korruptem Handeln bescheinigt. Veröffentlichungen des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (OLAF) zeigen, dass die erfassten Schäden in der Europäischen Union vor allem in Verbindung mit öffentlichen Auftragsvergaben in der Summe bei ca. 120 Mrd. Euro liegen sollen. Dabei ist Korruption ein weltweites Phänomen, das sowohl Industrienationen, als auch Entwicklungsländer betrifft. Der Schaden in Entwicklungsländern ist in diesem Zusammenhang kaum zu überschätzen, denn selbst in Anbetracht ihrer vergleichsweise kleinen volkswirtschaftlichen Gesamtleistung entfallen nach Schätzungen bis zu 750 Milliarden Euro Schäden auf diese Länder. 

Die Mafia, Wirtschaft und Gesellschaft


Das ist der Titel der Konferenz, die am Dienstag, den 2. Februar an der Freien Universität von Berlin stattfand, gefördert von mafianeindanke und  in Zusammenarbeit mit dem Italienzentrum und dem Lektorat für Italienisch. Das Thema „Mafia, Wirtschaft und Gesellschaft“, zog viele Studierende, aber auch ProfessorInnen und Externe an, sodass die Aula bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Projekt „Visiterre“


Seit diesem Jahr ist Mafia? Nein, Danke! e.V. ein Partner des Projekts „Visiterre“. Wir suchen in Deutschland Interessierte, die sich vor Ort in Kampanien mit der Geschichte der Camorra und der Antimafia-Bewegung auseinandersetzen möchten. Visiterre engagiert sich für einen Sanften Tourismus und lässt die Reisenden vor Ort ein Teil der Antimafia-Bewegung sein. Nun besteht diese Möglichkeit auch für Reisende aus Deutschland.

mafianeindanke als Partner bei Seminar an der Universität München mit Nando dalla Chiesa


Anlässlich seines Aufenthaltes in Deutschland für ein von mafianeindanke e.V. organisiertes Seminar an der Humboldt Universität war Prof. Nando dalla Chiesa am  26. Januar auch in München, wo er einen Vortrag über die Darstellung der Mafia im Kino gehalten hat. Dalla Chiesa ging in seinem Vortrag auf prominente Filme wie „Der Pate“ ein, aber auch auf in Deutschland weniger bekannte Werke wie etwa „Die Mafia mordet nur im Sommer“.