Der italienische Schriftsteller und Journalist Roberto Saviano wird in Potsdam ausgezeichnet


Am 15. September 2016 findet die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam, genauer gesagt im Schlosspark Sanssouci, statt und das bereits zum 12. Mal.
Die Idee dieses Veranstaltungsformats ist es, international bedeutende Journalisten, Kommentatoren, Medienunternehmer und öffentliche Schlüsselfiguren zusammenzubringen und die Rolle und den internationalen Einfluss von Medien zu diskutieren. Themen sind dabei auch die Bedeutung von Medien für die Demokratie und die Meinungsfreiheit.

mafianeindanke sammelt Mafia-Stereotype in Deutschland: So können Sie mitmachen


 Ist es Ihnen auch schon einmal passiert, dass Sie durch ihre Stadt spaziert sind und zufällig eine Schule mit dem Namen „Sprachmafia“ entdeckt haben? Oder, dass Sie eine Pizza mit Freunden in einer der vielen italienischen Pizzerien in Deutschland essen gehen und eine Pizza „Al Capone“ oder „Il Padrino“ zur Auswahl steht?
Uns ist das leider schon passiert. Daraus entstand die Idee, eine Kampagne zu starten, die all diese Stereotypen sammelt. Sie bleiben leider häufig unbeachtet, tragen aber zu einer Mentalität bei, die wir von mafianeindanke nicht tolerieren.

4. September: Film-Vorführung „Felicia Impastato” im Rahmen der CinemAperitivo-Reihe


Am 9. Mai 1978 wird Peppino Impastato von Angehörigen des Mafiaclans Badalamenti ermordet. Damals beschließt die Mutter des jungen Mannes, Felicia Impastato, keine Ruhe zu geben und die Namen der Mörder ihres Sohnes immer wieder öffentlich zu nennen. Schließlich findet sie jemanden,d er ihr zuhört: den Staatsanwalt Rocco Chinnici. Ihm gelingt es, die allzu schnell getroffenen Schlussfolgerungen seiner Kollegen über den Tod von Peppino zu widerlegen. Am 29. Juli 1983 wird er jedoch in die Luft gesprengt. Felicia Impastato beweint seinen Tod, gibt sich aber nicht geschlagen.
25. Oktober 2000: Sizilien hat sich dank den Opfern vieler verändert – 22 Jahre nach dem Mord an Peppino Impastato kann seine Mutter als Hauptzeugin im Prozess gegen Tano Badalamenti ihm entgegenschleudern: „Du hast meinen Sohn getötet.“ (Rai.tv)

EU-Kommission will digitale Währungen strenger kontrollieren


In der Nachfolge der Pariser und Brüssler Attentate hat die EU am 5. Juli neue Anti-Terror Gesetze erlassen, mit dem Ziel die Terrorismus-Finanzierung über digitale Währungen, wie Bitcoins, Prepaid Karten und Stiftungen und andere Organizationen zu verhindern. Dabei hat sich die EU an die internationalen Standards des FATF (Financial Action Task Force) angepasst.

KURZNACHRICHTEN JULI 2016


    1. 1) Cybercrime BKA

 

    1. 2) Schweiz und Geldwäsche

 

    1. 3) Eine neue Organisation? Kronzeuge sagt, Cosa Nostra und ‚’ndrangheta vor Vereinigung

 

    1. 4) Polizei dezimiert Clan Muto 

 

    1. 5) Strafen für Anschlag auf Falcone

 

  1. 6) Mafia und Expo

Norwegen- das am wenigsten korrupte Land der Welt


Laut dem Corruption Perception Index von Transparency International aus dem Jahr 2015 ist Dänemark das am wenigsten korrupte Land der Welt. Bei dieser jährlich erscheinenden Studie handelt es sich um die verlässlichste und anerkannteste Arbeit zum Thema der länderspezifischer Korruption. Dieses Jahr wurde eine neue Studie im Rahmen des EU-finanzierten ANTICORRP- Projektes veröffentlicht und überraschender weise findet sich nicht Dänemark auf dem ersten Platz, sondern Norwegen. Diese Veränderung kann leicht erklärt werden: Die ANTICORRP-Arbeit beinhaltet auch die Evaluierung bestehender Variablen der Korruptionsmessung, um deren Objektivität sicherzustellen. Im Gegensatz zu Transparency Internationals Index wird Korruption hier nicht über die Angaben von Experten ermittelt, die sich auf ein länderspezifisches Korruptionsverständnis beziehen, sondern es werden öffentlich zugängliche Daten aus sechs Bereichen analysiert: juristische Unabhängigkeit, Bürokratiebelastung, wirtschaftliche Freiheit, Transparenz des öffentlichen Haushaltes, e-citizenship und Pressefreiheit.

Im neuen Index findet sich Deutschland auf dem 11.  und Italien auf dem 24. Platz aus 105 Ländern, während Transparencys Corruption Perception Index Deutschland auf dem 10. und Italien auf dem 64. Platz von 167 Ländern sieht. 

Ist es möglich, in Spielotheken/Spielcasinos Geld zu waschen?


Spaziert man durch Berlin, ist es kaum möglich die vielen bunten Leuchtreklamen der häufig Tür an Tür gelegenen Spielotheken zu übersehen. Als Beispiel: In der Sonnenallee in Neukölln dominieren  Spielotheken das Straßenbild. Diese auf den ersten Blick wie billige Kopien von Casinos aus dem wilden Westen aussehenden Läden könnten in Wirklichkeit von der Organisierten Kriminalität genutzte Räume sein. Es wird vermutet, dass die Glücksspielautomaten manipuliert werden können, um Gelder ins legale Wirtschaftssystem zu leiten. Die Studie zeigt, dass sich die Anzahl von Glücksspielautomaten von 2006 bis 2012 vervierfachte und deren Umsatz um 40% stieg.