Am 24. April haben wir im Kino Babylon den Film “In un altro paese” vorgestellt


Nach der Vorführung des Films, der über die Geschichte der Cosa Nostra berichtet, ausgehend von den Anschlägen auf die Richter Falcone und Borsellino, hatten wir eine Diskussion mit unserer Ehrenvorsitzenden Laura Garavini, als Parlamentarin für den PD im italienischen Parlament und Mitglied der Antimafia-Kommission, und via Skype mit dem Regisseur Marco Turco.

Der Film gibt dem Zuschauer einen bedrückenden Einblick in die italienische Gesellschaft am Anfang der 2000er-Jahre. Der Regisseur sagt dazu, dass es wichtig sei, offen und klar über diese Zeit zu sprechen. Daher geht er oft in Schulen, um mit den Schülern Gespräche über die Legalität zu führen. Es gab in der Zivilgesellschaft eine starke Reaktion, wie die Gründung von Addio Pizzo und der Bewegung “I lenzuoli bianchi/ Die weißen Tücher”.

Mit Laura Garavini wird das Problem der Korruption besprochen. Sie sagt, dazu sei die Zusammenarbeit zwischen Politikern, Richtern, Statsanwälten und der Zivilgesellschaft wichtig. Das Phänomen sei zu stark in der Gesellschaft verwurzelt, als dass man sich in der Diskussion darüber Polemiken und einseitige Gegensätze erlauben dürfe. Man sollte vermeiden, dass gute Richter sich isoliert fühlen und sich das destruktive Klima der Antipolitik verbreitet.

Am Schluss hat Marta Tirabassi die Partnerorganisation “Visiterre” vorgestellt, die Reisen der Legalität in Campanien organisiert, mit Einbeziehung von konfiszierten Gütern der Camorra.

Für Kontakte www.visiterre.it oder auf Deutsch direkt bei mafianeindanke.